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Warum zeigt niemand auf die Eltern dieser Jugendlichen, die in einem Ferienlager ihre Kameraden und Kameradinnen missbrauchen?

Vor allem kein Politiker hat die Stirn oder den Schneid hinter die Kulissen zu schauen. Vielleicht weil diese Eltern auch Wähler sind.

Was einem Nicht-Konservativen Politiker ziemlich egal sein kann – eigentlich.
Solche verklemmten Leute wählen sowieso “Christlich” oder garnicht.
Aber auch diese Politiker können nur mit dem Finger zeigen.
Ethische Werte kennt keine Sau mehr, werden auch noch als “Spaßbremse” verunglimpft.
Und wenn es welche gibt, sind die kirchlich gefärbt, daß heißt auf Verneinen, Strafen und Höllenfantasien ausgelegt. Und diese Leute sitzen in Gremien die sich um Jugendschutz kümmern sollen. Ausgerechnet Leute die Sexualität mit Dogmen, Strafen und moralischen Intentionen verknüpfen, welche bar jeder Vernunft und menschenlichen Befürfnissen sind.
Dadurch färben sie andere mental-kirchliche Intentionen wie Mitmenschlichkeit, Vergebung und andere soziale Verhaltensweisen, blass. Als ob Sex diese Verhaltensweisen nicht beinhalten würde und keine Auswirkungen auf die gesamte Persönlichkeitsbildung hätte.
Kommen jetzt noch Sozialisationsstörungen bezogen auf die Geschlechterrollen dazu, kann die Sache bös ausgehen. So gut wie alle Sexualstraftäter weisen solche Störungen auf. Dazu gibt es inzwischen einige Studien. Aber das sind ja Verbrecher, damit hat man nichts zu tun, am besten “hängt man sie gleich auf”.
Das ist immer noch einfacher als seine eigenen Bilder zu überprüfen oder als Politiker den Eltern zuzurufen ihre Pflicht zu tun, nämlich ihren Nachwuchs zu empathischen Menschen zu erziehen. Aber dazu müßten unsere Politiker das ja auch erstmal sehen.
Steuersünder sind besser für die Schlagzeilen und soziales Lernen in den Bildungseinrichtungen? Wohl kaum, da sind Nichtraucherkampagnen wichtiger, während betrunkene Nichtraucher ihre Frauen verprügeln und andere Leute mit dem Auto töten.

Sexualaufklärung von Kindesalter an überfordert kein Kind und keinen Jugendlichen. Im Gegenteil. Statt dieses im Zusammenhang mit der sonstigen sozialen Erziehung zu sehen, wird es isoliert betrachtet und “Schuldige” gesucht. Das Internet, die Killerspiele, die 68er Generation, die Medien, die Handys, das Telefon …

Dabei ist es doch verboten Porno und Sex Menschen unter 18 zugänglich zu machen. Da muß man sich als Eltern doch keine Sorgen machen, oder? Ich denke doch, und zwar über eine Sexualerziehung und nicht über Sexualverbote. Man kann Sex nicht verbieten, vielleicht schaffen angeblich zivilisierte Menschen es irgendwann so zu sehen wie es ist. Ein menschliches Befürfnis von Kindesbeinen an, die Entdeckung und die Einbindung in ein zufriedenes und soziales Leben kann nur durch unverklemmte und offene Aufklärung mit empathischen Gesprächen geschehen. Mit Verboten werden Straftäter und Missbraucher gezüchtet, aber keine zufriedenen, sozial kompetente Menschen, “gezüchtet”.

Kein Mann ist wohl davor gefeit. Der Wettermoderator Kachelmann genauso wenig wie andere Männer, die scheinbar immer noch ein Frauenbild pflegen was ins vorletzte Jahrhundert gehört. Oder besser gesagt Menschenbild. Ich denke wer meint Frauen müssten willig sein, denkt das auch generell von anderen Menschen. So kann in manchen Augen sich eine Frau “zu nehmen” schon mal fest verankert sein, bzw. es wird nicht als das was es ist betrachtet oder erlebt, schlicht und einfach ein Eingriff in die sexuelle Selbstbestimmung und gegen die körperliche Unversehrtheit.

Nun wissen wir nicht was wirklich passiert ist, aber medizinische Gutachten sind nicht von der Hand zu weisen. Man kann nun mal feststellen ob ein Geschlechtsverkehr einvernehmlich war oder nicht. Wenn man mit einem Partner oder Partnerin Streit hat, muss man sich eben auseinandersetzen und den besten Weg zum Kompromiss einschlagen, oder die Beziehung beenden wenn keine Einigung stattfinden kann. Aber jeder Anschein von körperlichem oder psychischem Zwang oder Gewalt hat in einem Beziehungsstreit nichts verloren. Auch Wetterpropheten dürfen das nicht.