oder wie macht man Websperren hoffähig?

Was ein Trojaner ist wissen relativ viele die mit Computern umgehen. Man bekommt etwas heimlich untergejubelt und dieses Programm sendet fleissig Daten an einen anderen Computer ohne dass man es merkt.

Dieses Mechanismus haben offensichtlich auch viele machtgeile PolitikerInnen erkannt und holen fleissig von Unwissenden Daten ab, diese sie dann für sich ausschlachten können. Mischt man das noch mit dem eigenen Kopfkino, kann dabei durchaus Zustimmung und Applaus für Dinge rauskommen, von denen man eigentlich nichts versteht oder unbewusste persönliche Betroffenheit ausleben kann.

Macht muss einfach ein geiles Spielzeug sein, die meisten bekommen davon nicht genug.

Wunderbar zu sehen am Thema Websperren. Kaum ist eine breite Diskussion mit dem Konsens “Löschen statt Sperren” gelaufen, kommt die nächste Welle der Manipulation, diesmal aus der EU. Und wieder wird ein Trojanisches Pferd missbraucht, nur der Inhalt ist gleich.

Bilder von Kindesmissbrauch sollen gesperrt werden und mit im Schlepptau gleich noch über 20 Bestimmungen die massiv in die freie Kommunikation eingreifen. Perfide noch dazu das Argument, es habe mit Meinungsfreiheit nichts zu tun wenn man das “Ansehen” solcher Inhalte sperrt.

Oh doch, es hat mit der Meinungsfreiheit schon eine ganze Menge zu tun. Nämlich dass die Verfechter von Websperren diese scheinbar nur für sich in Anspruch nehmen. Und genau dieses Grundrecht als Argument nehmen Verbrechen zu verstecken. Da haben diese PolitikerInnen wirklich ganz genau bei den Trojanern abgeguckt.

Sperrt man im Netz erst einmal das Verbrechen was Menschen am meisten bewegt und aufwühlt, ist der Weg frei für andere Sperren. Hat man erst einmal das rechtliche und technische Gerüst, ist es ein leichtes, ALLE Verbrechen zu “sperren”. Die Definition eines Verbrechens ist dann Stellen überlassen, auf die man mit der Meinungsfreiheit dann keinen Einfluss mehr hat. In Folge dessen gilt die Meinungsfreiheit dann nur noch für Leute die bestimmen was darunter fällt.

Entweder haben diese PolitikerInnen in der Schule bei demokratischer Staatskunde gepennt oder haben ganz andere Interessen.

Wobei bei dem trojanischen Pferd Kinderpornografie auffällt, dass nur der sexuelle Missbrauch gemeint zu sein scheint. Andere Darstellungen des Kindesmissbrauch sind offensichtlich nicht so “schlimm” , dass sie mit der Meinungsfreiheit eleminiert werden müssen ?

Sieht man das noch im Zusammenhang mit der allgemeinen Kriminalisierung der Jugendsexualität kommt man da noch auf ganz andere Gedanken was PoltikerInnen so für Intentionen und Menschenbilder haben.

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